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Statement 1 zum Beitrag vom 16.01.2009/Blasenschwäche

am 16.01 stellte ich einen Beitrag in den Blog, der sich mit den bis dahin aktuellen Entwicklungen der Ausstellung First flush auseinander setzte.

Der Text war alles ausser ernst, ernst gemeint oder leicht verständlich. Manche fanden das komisch und unterhaltsam, andere veranlaßte er, das Gespräch zu suchen. Wiederum andere taten beides nicht und statt dessen wurde ich aufgefordert diesen Text in dieser Form zu entfernen.

Um hier mal die Gerüchteküche ein wenig zu dämpfen hier nun also in Normaldeutsch *lach* und so knapp wie möglich *lach* die Zusammenfassung:

1. Wir, also PGAW, sind beide nicht mehr Teil des First flush in Dessau und werden damit logischer Weise auch nicht mehr innerhalb der Veranstaltung "First Flush" ausstellen.

Nein, wir sind nicht gegangen, weil es im letzten Jahr Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Gruppe gegeben hatte, das waren 2 andere Mitglieder.
Vielmehr wurden wir durch die verbleibenden Mitglieder des "first flush" ohne unser Beisein "demokratisch" rausgewählt (Rechnung: 8 Mitglieder, minus 2, sind sechs ohne uns beide bleiben 4 - wovon 3 für unseren gegangen werden stimmte - ja... Demokratie in seiner reinsten Form...)
Davon kann man halten was man will, ich finds ganz ...unten. Sorry

Da uns diese frohe Kunde leider erst eine Woche nach der Entscheidung und nach einer Email von uns, wann denn die Planung für den First Flush 2009 beginnt, mitgeteilt wurde, waren wir hier bei PGAW natürlich etwas überrascht, entrüstet - und natürlich auch nicht sonderlich freundich gegenüber den Verantwortlichen gestimmt. Schon gar nicht, weil das das eine "reine geschäftliche Entscheidung" wäre. Da hätte ich keine Kunden mehr, wenn das die Entschuldigung darsstellen sollte....

Einige Tage später stellten wir also diese o.g. Mitteilung an dieser Stelle online, weil wir schlicht in einer Welt zwischen Myspace, Twitter und Blog lieber auf diese Links verweisen, als allen Anrufern und Mailschreibern und Ausstellungsinteressierten - speziell auch denen des First Flush - immer wieder die gleiche Geschichte von vorn erzählen zu müssen. Man will ja auch mal damit abschließen...

Und mal unter uns - wer sich so verhält, und eine Zusammenarbeit wie beschrieben auf diese Weise beendet, muss damit rechnen, dass davon auch andere erfahren und das nicht hinter verschlossenen Türen bleibt. Wenn man dazu nicht stehen möchte, sollte mans nicht machen (anrufen und erklären wäre auch ein Weg gewesen, das hätten wir verstanden, dass man mal das Prinzip des First Flushes auch mit anderen testen möchte...- oder was auch immer... dafür müssen nicht hinter ihrem Rücken Leute gegangn werden, die sich für die Veranstaltung wie den First Flush mit aller Kraft eingesetzt und gefördert haben)

2. Uns war daran gelegen zu informieren aber dennoch niemanden direkt bloß zu stellen und gar eine PR-Meldung an irgendwelche Presse rauszugeben (diesen Rat bekamen wir tatsächlich von anderen....machen wir nich), also formulierten wir einen lustig gemeinten, verknoteten Text:

Soooo. besagter Text beinhaltete die Worte Genossen in Überschrift und Text, Deviant (also wir ;) ), Zentralkomitee und so weiter - was offensichtlich einige störte, die sich angeriffen gefühlt hatten.

Dazu auch noch einige knappe (haha) Worte:

3. Keines dieser Worte hat eine beleidigende Bedeutung und würde so von uns auch nicht und nie gemeint oder gar verwendet. Deviant muss man sogar nachschlagen, da es gängig in den Synonymwörterbüchern nur "devianz / "deviér" gibt, was aus dem französischen stammt und soviel bedeutet wie "abweichend von gängigen Wertevorstellungen und Normen".(Wird uns nachgesagt, dass wir dem entsprechen *g*)
Außerdem gibt es die Artcommunity namens "deviantart" (bei denen wir Mitglied sind / Mitglied von devaintart = deviant, also nix dramatisches) sich aber auch das Substantiv (englisch) "Deviant" "entwickelte", was entsprechend abgewandelt das heißt, was oben steht und offenbar auch auf uns zutrifft.

Das erfährt man offenkundig aber nur, wenn man ein bekanntes deutsches Onlinelexikon befragt.

UND da stellte ich mir beim verfassen des Textes die Frage: Wenn man doch solch ein Wort nachschlägt, warum nicht gleich auch "Genosse" und "Zentralkomitee" nachschlagen?

Gute Frage: Weil man ja glaubt die Bedeutung der Worte zu kennen.

4. Das Eine heißt aber nüchtern betrachtet nur, dass man zusammen mit anderen eine Erfahrung teilt bzw. geteilt hat, und das Zweite, dass eine Gruppe einer Organisation eine Entscheidungsgewalt hat. Oder in der Abkürzung der Name einer Düsseldorfer Punkband ist... *ggg*

Das steht im oben erwähnten Lexikon (und nicht nur da). Dass man selbst eine andere - und offenbar negativ assoziierte Bedeutungen damit verbindet - bei aller Liebe: das mag zwar geschichtlich begründet sein, kann aber nicht nur allein Maß der Dinge sein. So sterben Worte - deren Bedeutung - und durch genau das gleiche Schema: Ausstellungen.

Denn nur, weil die eigene Vorstellung von etwas für einen selbst so wirkt, ist das leider nicht unbedingt der Ursprung einer Bedeutung. Und da schließt sich der Kreis zur Ausstellung:

5. Nur weil man an etwas gewöhnt ist, weil man glaubt, wie seine Zielgruppe reagiert oder wie eine Ausstellung erfolgreich (angeblich oder früher) wird oder ist,- das ist nun mal auch nicht immer gleich das Maß der Dinge oder für seine Mitstreiter.

Die Gesellschaft verändert sich, Meinungen und Möglichkeiten verändern sich,- Wortbedeutungen und Assoziationen verändern sich auch -

ABER: Grundbegriffe und -bedeutungen bleiben gleich. Egal ob man sich selbst eine andere oder subjektive Sichtweise angeeignet hat. (Und nur, weil man nicht darüber zu reden hat, ist es trotzdem so...)

Und es kann nicht schaden öfter mal von seiner Sichtweise Abstand zu nehmen, um zu überprüfen ob Ideen, Worte und Umsetzungsmöglichkeiten - und Meinungen - wirklich so gemeint und in ihrer Bedeutung so sind wie man selbst glaubt, oder ob die eigene Meinung evtl. auf schlechten Erfahrungen oder gar geschichtlichen Verzerrungen basiert ...

Ich finde es schade, wie sehr hier, im Allgemeinen aber auch bei den Mitgliedern des First Flush, darauf gebaut wird, dass man hofft, man kann hier jeden Anstand verlieren und es merkt keiner, weil sich ja bestimmt keiner traut das mal öffentlich zu sagen (das wär ja auch unanständig...?!).

In einer Welt der Öffentlichkeit wird es immer raus kommen- und damit muss man rechnen. Ich persönlich mache meinen Käse lieber gleich öffentlich und lerne aus meinen Fehlern (und sehe zum Beispiel ein, dass der verwandte Tenor im Problemtext eben nicht überall und schon gar nicht hier so verstanden werden kann, wie gedacht und gemeint- und habe den Text wie gewünscht entfernt), weil ich mich mit den Antworten auseinander setze (sowas sollte einem nicht peinlich sein!) anstatt aus allen Wolken zu fallen wenn dann doch mal raus kommt, was man so hinter den Türen macht.

Das ist meine persönliche Meinung in (fast) Hochdeutsch. *zwinker*


LHR

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